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Das Netzwerk

Gebündelte Expertise:

Auf aktuelle Entwicklungen im Rechtsextremismus reagieren, bundesweite Präventionsangebote weiterentwickeln, Wissen und Erfahrung bündeln, Projektpartner*innen qualifizieren und vernetzen– dafür steht das Kompetenznetzwerk Rechtsextremismusprävention (KompRex). Zu dem seit Januar 2020 bestehenden Netzwerk gehören die Organisationen Amadeu Antonio Stiftung, Bundesarbeitsgemeinschaft Kirche + Rechtsextremismus (in Trägerschaft von Aktion Sühnezeichen Friedensdienste e. V.), Cultures Interactive e. V., Gesicht Zeigen! Für ein weltoffenes Deutschland e. V., und die Lidice Haus Jugendbildungsstätte. Der Zusammenschluss wird durch das Bundesministerium für Familie, Soziales, Frauen und Jugend im Rahmen des Bundesprogramms »Demokratie leben!« gefördert.

Mitglieder:

Die Amadeu Antonio Stiftung arbeitet zu den Bereichen Zivilgesellschaft und Internet und berät zivilgesellschaftliche Initativen im Umgang mit Rechtsextremismus.

Die Bundesarbeitsgemeinschaft Kirche und Rechtsextremismus (BAG K+R) arbeitet im Raum der Kirchen und berät kirchliche Akteur*innen im Umgang mit Rechtsextremismus.

Cultures Interactive e.V. hat die Schwerpunkte menschenrechtsorientierte Jugend(sozial)arbeit, Rechtsextremismusprävention und aufsuchende Distanzierung.

Gesicht Zeigen! arbeitet zu den Bereichen Wirtschaft und Justiz und berät hier u.a. Unternehmen und Justiz-Institutionen im Umgang mit Rechtsextremismus.

Die Fachstelle Rechtsextremismus und Familie (RuF) des Lidice Haus Bremen arbeitet zum Thema Rechtsextremismus und Familie und berät Familien und Fachkräfte zum Thema Rechtsextremismus.

Darum geht es beim Kompetenznetzwerk Rechtsextremismusprävention:

Rechtspopulistische Milieus radikalisieren sich und strahlen in weite Teile der Gesellschaft aus. Eine Grenzziehung zum offenen Rechtsextremismus ist zunehmend schwierig. Sie schließen an gesellschaftlich verbreitete Ressentiments an und haben sich modernisiert: Rechtsextreme nutzen beispielsweise Besetzungen von öffentlichen Gebäuden und Plätzen, Flashmobs, Festivals und Live-Videos sowie soziale Netzwerke. Sie bedienen demokratiefeindliche Haltungen, mobilisieren Rassismus, Antisemitismus, Antifeminismus und andere Formen der Gruppenbezogenen Menschenfeindlichkeit und treten präsent in der Öffentlichkeit auf.

 

Diesen Entwicklungen stellt sich das Kompetenznetzwerk Rechtsextremismus entgegen. Das KompRex beschäftigt sich mit den unterschiedlichen aktuellen Facetten und Erscheinungsformen des Rechtsextremismus und Rechtspopulismus. Das Kompetenznetzwerk ist eine zentrale Anlauf- und Beratungsstelle für alle, die sich mit Rechtsextremismus auseinandersetzen.

 

Die fünf Organisationen des Netzwerks bündeln ihre jahrelang gesammelten Fachkenntnisse, Kontakte und Partnerschaften und stärken dadurch gemeinsam die Rechtsextremismusprävention. Sie arbeiten dabei mit unterschiedlichen Zielgruppen, unter anderem in der Kinder- und Jugendarbeit, mit Vereinen und Verbänden, kirchlichen, religiösen und zivilgesellschaftlichen Trägern sowie mit der Verwaltung, Polizei und Justiz. 

Beratung:

Wie gehe ich damit um, wenn eine Schulfreundin oder ein Kollege rechtsextreme Bemerkungen macht? Was müssen Kommunen tun, um rechtsextreme Entwicklungen vor Ort schnell zu erkennen und zu bearbeiten? Was tun, wenn in meinem Betrieb rechtsextreme Haltungen das Arbeitsklima vergiften? Wie können Polizei und Justiz Betroffenen rechter Gewalt besser helfen? Wie reagieren Kirchengemeinden auf Rechtspopulismus in ihren eigenen Reihen? Das Kompetenznetzwerk ist Anlaufstelle für alle, die Fragen zur Rechtsextremismusprävention haben.

Vernetzung:

Bundesweit sind zahlreiche Initiativen und Organisationen in der Rechtsextremismusprävention tätig. Das Kompetenznetzwerk Rechtsextremismusprävention vernetzt die verschiedenen Träger, unterstützt sie in ihrer Professionalisierung und schafft Wissenstransfer. 

Fachveranstaltungen und Bildungsangebote:

Wie können Betroffene von Rechtsextremismus gestärkt und ihre Perspektiven sichtbarer gemacht werden? Was kann präventiv getan werden, damit sich rechtsextremes Gedankengut nicht weiter ausbreitet? Und welche Standards sollen in der Präventionsarbeit gelten? In Fachveranstaltungen, die das Kompetenznetzwerk organisiert, diskutieren Zivilgesellschaft und Politik die Antworten auf diese Fragen und tragen dazu bei, dass die Präventionsarbeit weiterentwickelt wird.

Publikationen:

Die Träger des Netzwerks geben regelmäßig fachspezifischer Publikationen, Materialien und Handreichungen heraus, die Analyse von demokratie- und menschenfeindlichen Entwicklungen sowie Argumentationshilfen zur Arbeit gegen Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit bereitstellen.

Qualifikation Das Netzwerk qualifiziert Modellprojekte und Träger, die in der Rechtsextremismusprävention tätig sind für eine wirkungsvolle und nachhaltige Arbeit, sowie Verbände, Verwaltungen, Jugendeinrichtungen und andere Organisationen, die sich nach innen und außen gegen Rechtsextremismus und für Demokratie stark machen wollen.

Kontakt:

Gesine Agena
Koordinatorin

gesine.agena@amadeu-antonio-stiftung.de
Fon +49(0)30 240 886 28

Neues aus dem Kompetenznetzwerk: