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Bundesweites Infoportal Rechtsextremismusprävention geht online

Um Betroffenen schnellere Hilfe und Engagierten einen optimalen Überblick bieten zu können, stellt das Kompetenznetzwerk Rechtsextremismusprävention heute seine umfassende, bundesweite Datenrecherche online. Im neuen Infoportal finden Interessierte detaillierte Angebote zu aktuellen Fragen nach Verschwörungsideologien, Rechtsterrorismus oder Ausstiegsberatung. Das Infoportal bietet damit einen Service, der von Expert*innen aus der Zivilgesellschaft schon seit langem eingefordert wird.

An wen können sich Betroffene wenden, wenn sie von Rechtsextremen bedroht werden und Unterstützung benötigen? Wer bietet lokale Argumentationstrainings gegen rassistische Parolen an? Das Kompetenznetzwerk Rechtsextremismusprävention (KompRex) veröffentlicht mit seinem Infoportal eine neue Suchplattform mit einem Überblick über 237 wichtige Beratungs-, Bildungs- und Präventionsstellen aus der Zivilgesellschaft in ganz Deutschland.

Über das Infoportal Rechtsextremismusprävention können unterschiedliche Angebote abgefragt und gezielt nach Bundesland, Thematik oder Format gesucht werden. Damit schließt das KompRex eine Lücke: “Durch das neue Portal sind nun eine Vielzahl an zivilgesellschaftlichen Angeboten zum Umgang mit Rechtsextremismus an einer Stelle erfasst und für alle einfach auffindbar”, erläutert Sophia Oppermann, Geschäftsführerin von Gesicht Zeigen!, das Ziel des Projekts.

Die Geschäftsführerin von Cultures Interactive, Silke Baer, ergänzt zur Freischaltung des Portals: „Mit dem Infoportal möchten wir das vielfältige Angebot zur Rechtsextremismusprävention in Deutschland sichtbar machen. Vor allem aber geht es darum, dass Hilfesuchende nun leichter die richtige fachliche Unterstützung – sei es Beratung, Fortbildung oder direkte Maßnahmen für Jugendliche – finden können.“

Der Freischaltung des Infoportals ab Mittwoch, den 03. Februar 2021, geht eine knapp einjährige Recherche und Analysezeit voraus. Das Portal wird durch die KompRex-Mitglieder kontinuierlich betreut und evaluiert, sodass neue Entwicklungen stets aktualisiert und in das Angebotsportfolio mit aufgenommen werden können.

Ab dem 03.02.2021 kann das neue Angebot unter https://kompetenznetzwerk-rechtsextremismuspraevention.de/hilfe-vor-ort/ aufgerufen und genutzt werden.

Zum Hintergrund: Auf aktuelle Entwicklungen im Rechtsextremismus reagieren, bundesweite Präventionsangebote weiterentwickeln, Wissen und Erfahrung bündeln, Projektpartner*innen qualifizieren und vernetzen – dafür steht das Kompetenznetzwerk Rechtsextremismusprävention (KompRex). Zu dem seit Januar 2020 bestehenden Netzwerk gehören die Amadeu Antonio Stiftung, die Bundesarbeitsgemeinschaft Kirche + Rechtsextremismus (in Trägerschaft von Aktion Sühnezeichen Friedensdienste e. V.), Cultures Interactive e. V., Gesicht Zeigen! Für ein weltoffenes Deutschland e. V. und die Jugendbildungsstätte Lidice Haus. Der Zusammenschluss wird durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben!“ gefördert.

Bei Rückfragen wenden Sie sich gerne an die Koordinatorin des Kompetenznetzwerks Gesine Agena: gesine.agena@amadeu-antonio-stiftung.de / +49(0)30 240 886 28

Alle Infos unter www.kompetenznetzwerk-rechtsextremismuspraevention.de

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Kompetenznetzwerk fordert konkrete Maßnahmen gegen Radikalisierung

Pressekonferenz KompRex

Berlin, 2. September 2020. Anlässlich des heute tagenden Kabinettsausschuss Rechtsextremismus und Rassismus fordert das neu gegründete Kompetenznetzwerk Rechtsextremismusprävention von der Bundesregierung, endlich konkrete Schritte gegen rechten Terror und die Normalisierung rechtsextremen Gedankenguts zu unternehmen.